Make Arnor GREAT again!

Briefe aus Eriador II

von Flói, Fundins Sohn

3. Oranor des Ivanneth im Jahr 5 des Vierten Zeitelters

 

Mein alter Freund,

gestern haben wir den Amon Sûl erreicht, einen alten Wachturm einige Tagesreisen vor Bree. Bisher war es eine ereignisreiche Reise, wenn auch nicht ganz so erleuchtend wie unsere Reise nach Imladris.

Meine Reisegefährten sind – lass es mich vorsichtig ausdrücken – interessante Gestalten. Der Hobbit ist so, wie man sie sich gemeinhin eine Hobbit vorstellt: laut, hungrig, unbekümmert, von fröhlichem Gemüt und ich glaube etwas einfach. Aber, ich muss sagen dass es sehr angenehm ist jemanden kennenzulernen, der nicht durch die Schrecken des Ringkrieges gezeichnet ist.

Der Dúnedain, Beregil, ist ein sehr ernster Mann. Er scheint getrieben von dem Wunsch, seine Heimat wieder aufzubauen – aber wer kann ihm dies schon verdenken?

Der Soldat aus Gondor hingegen ist genau das Gegenteil zum Hobbit. Er ist melancholisch, wütend, verbittert und ganz eindeutig von den Kriegen in Gondor gezeichnet. Fast wirkt er, als würde er nur auf seinen Tod warten. 

Unsere bisherige Reise war, wie bereits angedeutet, sehr ereignisreich. Zwei Tagesreisen von Imladris entfernt sind wir auf einen kleinen Bautrupp gestoßen, welcher diesen Teil der große Oststraße ausbesserte. Einige Menschen hatten sich wohl im Wald verirrt, so dass wir loszogen um diese zu suchen. Einige Stunden später fanden wir diese auch, aber sie waren von hungrigen Wölfen umzingelt und schwer verwundet. Wir kamen gerade rechtzeitig um den Arbeitern zu helfen und die Wölfe zu vertreiben! Wölfe, die Menschen angreifen… So etwas habe ich seit dem Ringkrieg nicht mehr gesehen.

Wir zogen weiter und erreichten nach einigen weiteren Tagen die letzte Brücke, auf halbem Weg zwischen Imladris und Bree. Einige Wegelagerer hatten es ich dort gemütlich gemacht und wollten tatsächlich Wegzoll haben. Wegzoll, mein Freund, von uns! Ein grimmiger Blick genügte, und sie trollten sich.

Wir reisten weitere, fünf Tage, wenn ich mich nicht irre, und erreichten schließlich den Amon Sûl. Eine kleine Garnison hatte sich dort einquartiert um diesen alten Wachturm wieder aufzubauen – aber die Menschen, Elben und die wenigen Zwerge dort wirkten sehr nervös. Die Gründe dafür sollten uns in Kürze klar werden:

Die Kommandantin der Garnison, eine Elbe namens Aruthiel, empfing uns und teilte uns mit, dass die Späher der Garnison zahlreiche Goblinbanden im Norden gesichtet hatten. Und diese waren nicht nur ein oder zwei Dutzend stark, sondern mehrere hundert Goblins! Und diese waren in Begleitung von Wargen und wilden Menschen. Deshalb hatten die Wölfe also den Bautrupp angegriffen: Sie wurden aus ihrem Revier vertrieben.

Wir sammelten uns um ein kleines Lagerfeuer um unser weiteres Vorgehen zu besprechen. Sollten wir hier bleiben und diesen tapferen Leuten bei ihrem Kampf gegen die Orks helfen? Oder sollten wir versuchen schnell Bree zu erreichen um unsere AUfgabe zu erfüllen?

Wir hatten uns noch nicht entschieden, als plötzlich ein mir wohlbekanntes Geräusch ertönte: Orkhörner! Wir liefen an die behelfsmäßig reparierten Mauern und schauten nach Norden. Die Sonne war gerade untergegangen, doch trotzdem sahen wir vor uns eine große Orkbande. Nicht fünfzig oder hundert; es waren bestimmt dreimal soviele.

Wir stellten uns in eine Bresche in den Mauern, Schulter an Schulter mit den Verteidigern des Amon Sûl und sahen die Massen der Orks und der wilden Menschen auf uns zuströmen! Pfeile wurden von beiden Seiten abgeschossen und es folgte ein wildes Hauen und Stechen! Doch es war schnell vorüber, und die Hänge der Wetterspitze waren bedeckt von Orkleichen.

Erschöpft ließen wir uns schließlich neben ein Lagerfeuer fallen und fielen in einen traumloen Schlaf.

Heute werden wir Aufbrechen um nach Bree weiterzuziehen. Dort werde ich dir den nächsten Brief schreiben. Diesen geben ich an drei Rohirrim, die nach Imladris gesandt wurden um von den Ereignissen hier zu berichten.

 

Flói

Comments

Pelindur

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.